
Pflegestellen
Informationen für angehende Pflegestellen:
Liebe Hundefreunde
wir freuen uns, dass Sie für unseren Verein als Pflegestelle tätig sein wollen. Dies ist eine sehr wichtige und verantwortungsvolle und auch ehrenamtliche Aufgabe. Da alle Vereinsmitglieder ausschließlich ehrenamtlich arbeiten, gibt es hierfür keine Bezahlung, sondern "nur" den Dank und die Gewissheit Hunden die in Notlagen waren, geholfen zu haben. Bevor Sie sich also dazu entschließen einen Pflegehund bei sich auf zu nehmen beachten Sie bitte die unten stehenden Informationen.
Ihr
Team von Notpfoten e.V.
Aufgaben einer Pflegestelle bei Notpfoten e.V.?
Ein Teil unserer Tierschutzarbeit ist es herrenlosen Hunden die Möglichkeit auf ein eigenes Zuhause zu geben. Die Hunde werden im Ausland viel zu oft noch in schlimmsten Zuständen aufgefunden. Tierquälerei, Hunger, Kettenhaltung und das offizielle Töten von Hunden ist leider oft noch an der Tagesordnung. Diesen Hunden die oftmals jeden Lebensmut verloren haben wollen wir gerne helfen, genauso natürlich wie denen die vielleicht bisher ein „schönes“ Leben gehabt haben, nun aber aus verschiedensten und oftmals unverständlichen Gründen abgeschoben wurden und die Welt nicht mehr verstehen. Daher sind Pflegestellen so wichtig für uns und vor allem für die Hunde, wir haben hier in Deutschland kein Tierheim und sind somit auf tierliebe Menschen angewiesen die unseren Notpfoten ein Zuhause auf Zeit ermöglichen.
Voraussetzungen die eine Pflegestelle erfüllen sollte?
Hunde die zu uns kommen haben wie gesagt mal mehr mal weniger schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gesammelt, daher ist auch ihr Wesen oft sehr unterschiedlich. Es gibt Hunde die sehr ängstlich sind, Hunde die sich aufgegeben haben, krank sind, aber auch die die offen auf alles Neue zu gehen. Daher ist es uns besonders wichtig dass Sie sich wirklich Gedanken machen welche Art von Hund sie bei sich aufnehmen können. Bei einem ängstlichen Hund sollte ein vorhandener Garten unbedingt ausbruchsicher eingezäunt sein, bei einem kranken Hund sollte eine tierärztliche Betreuung in der Nähe möglich sein, bei einem Welpen sollte genügend Zeit und Geduld vorhanden sein um ihm die ersten kleinen Dinge des Hundeeinmaleins bei zu bringen. Es müssen also sowohl die räumlichen als auch sachkundige Voraussetzungen erfüllt sein. Zudem sollten alle Familienmitglieder mit der Aufnahme eines Pflegeshundes einverstanden sein, bei einem bereits vorhandenem Hund sollte geklärt werden in wie weit dieser verträglich ist oder ob es Einschränkungen gibt. Bei Mitwohnung muss unbedingt eine Erlaubnis bestehen für die Unterbringung eines Pflegehundes. Tierliebe, Verständnis, Geduld, Zeit, Erreichbarkeit sowie gesunder Menschenverstand sind die Grundlage für eine gute Tierschutzarbeit im Team.
Welche Kosten entstehen für eine Pflegestelle?
Natürlich versuchen wir als Verein den größten Teil der entstehenden Kosten für einen Pflegehund zu tragen, so werden z.B. die Tierarztkosten unserer Pflegehunde natürlich vollständig übernommen. Zudem sind unsere Hunde über den Verein versichert, zu beachten ist hierbei dass diese Versicherung nur für Schäden an Dritten haftet. Das bedeutet für verursachte Schäden im eigenen Haushalt kommt diese nicht auf.
Pflegehunde dürfen nicht ohne Leine geführt werden.
Wie lange bleibt ein Pflegehund in seiner Familie?
Grundsätzlich bleiben Pflegehunde bis sie ihr endgültiges Zuhause gefunden haben in ihrer Pflegestelle, sollte es zu größeren Schwierigkeiten kommen sind wir natürlich bemüht eine alternative Pflegestelle zu finden. Man sollte allerdings bedenken dass dies stets die Ausnahme bleiben sollte, schließlich baut ihr Pflegehund ein großes Vertrauen zu ihnen auf und jeder Wechsel wirft ihn wieder in seiner Entwicklung zurück. Welpen werden in der Regel schneller vermittelt als vielleicht ein ältere, behinderter oder kranker Hund.
Darf ein Pflegehund an eine dritte Person weitergegeben werden?
Nein! Der Ihnen anvertraute Pflegehund darf ohne schriftliche Zustimmung des Vereins auf keinen Fall Dritten überlassen werden.
Was ist wenn eine Pflegestelle ihren Pflegehund behalten möchte?
Natürlich darf jede Pflegestelle ihren lieb gewonnen Schützling fest adoptieren, hier gelten die gleichen Regeln wie bei einer „normalen“ Vermittlung.
Wann gehe ich mit meinem Pflegehund zum Tierarzt?
Tierarztbesuche sind immer in Absprache mit einem Vorstandsmitglied durch zu führen, für eigenmächtig getroffene Vorgehensweise übernimmt der Verein keine Kostenerstattung. Diese Vorgehensweise hat nichts mit Misstrauen gegenüber der Pflegestelle zu tun. Wir als Verein haben Absprachen mit uns bekannten Tierärzten, die Hunde sind oft tierärztlich untersucht und es wurden Blutbilder gemacht. Diese Ergebnisse können ggf. für eine richtige Diagnose wichtig sein. In einem besonderen Notfall, der vielleicht sogar das Leben des Tieres akut bedroht, wie z.B. Verletzungen, Aufnahme von Gift oder ähnliche Akutfälle, ist die Pflegestelle dazu verpflichtet, mit dem Hund sofort den nächstliegenden Tierarzt aufzusuchen.
Wie funktioniert die Vermittlung / Abgabe eines Pfleglings?
Hunde die in deutschen Pflegestellen untergebracht sind werden zeitnah auf unserer Homepage und weiteren Tierschutzplattformen vorgestellt. Wir bitten Sie hierfür aktuelle Fotos und Beschreibungen der Hunde an zu fertigen. Die Vermittlung läuft dann über einen Ansprechpartner der Sie in dieser Zeit auch intensiv betreut. Finden sich geeignet Menschen für ihren Pflegehund, werden diese Leute mit Ihnen einen Termin vereinbaren um ihren Pflegehund kennen zu lernen. Denken Sie dass Hund und neue Familie zusammen passen – dann machen wir eine sogenannte Vorkontrolle bei den Interessenten. Das heißt ein Tierschutzbeauftragter schaut sich das neue Zuhause ihres Pflegehundes an und führt noch mal ein intensives Gespräch mit den Interessenten, erst nach einem positiven Feedback darf ein Schützling vermittelt werden. Hierzu wird ein Schutzvertrag ausgefüllt und eine Schutzgebühr bezahlt. Die Vermittlung und die ersten Gespräche laufen somit über einen Vermittler der jahrelange Erfahrung hat
Allgemeines
Eine Pflegestelle sollte nach Möglichkeit eigenverantwortlich, selbständig und immer zum Wohle eines Tieres handeln. Bedenken Sie jedoch, dass es auch andere Einflüsse zu beachten gibt. So verfügt der Verein nicht über unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten, um bei einer Versorgung und Betreuung immer das tun zu können, was man sich gerne wünschen würde. Das bedeutet, dass man auch schon
mal Zugeständnisse machen und Kompromisse eingehen muss. Auch ist die Aufnahmekapazität immer ein Problem, so dass eine Unterbringung eines Tieres bei einem Pflegestellenwechsel (zum Beispiel bei Urlaub, Krankheit, etc.) nicht kurzfristig erfolgen und zu Problemen führen kann. Natürlich wird eine Pflegestelle nicht alleine gelassen, sowohl der Verein als auch eine Pflegestellenbetreuung ist immer ansprechbar und wird, wenn erforderlich, natürlich helfen.
Wir würden uns freuen Sie bei uns im Team begrüßen zu dürfen, bei weiteren Fragen können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden info@notpfoten.de
Ihr
Notpfoten e.V. Team